Moelleken - Genealogy

Die Genealogie

(von altgriechisch geneá „Familie“, und lógos „Lehre“: genealogía „Stammbaum“) bezeichnet im engeren Sinne die historische Hilfswissenschaft der Familiengeschichtsforschung, umgangssprachlich Ahnenforschung genannt. Genealogen oder Familienforscher befassen sich mit menschlichen Verwandtschaftsbeziehungen und ihrer Darstellung.
Soviel lt. Wikipedia zur Herkunft und zum Sinn des Wortes – aber wie kommt man überhaupt dazu, sich damit zu befassen?

Nun – in meinem Fall war es so, dass uns (meinem Bruder Herbert und mir) nach dem Tod unserer Mutter 2001 im Nachlass ein Brief in die Hand fiel, den eine Hanna Mölleken aus Enger (bei Bielefeld) im Jahr 1981 an unseren Vater richtete. Sie teilte ihm darin tabellarisch seine direkten männlichen Vorfahren mit, die zurück bis ins Jahr 1598 reichten.
So weit , so gut – oder auch nicht. Mein Zeigefinger wanderte die Namen rauf und runter, nur rechts und links davon gab es nichts …
Das konnte ja nicht alles sein, da muss es noch mehr geben; ich kannte ja auch meinen Onkel Siegfried und schon der war darauf nicht zu finden.
Ich schaute mir den Briefkopf an, Hanna Mölleken, Enger / Bielefeld stand dort mit der Straße und auch einer mindestens 20 Jahre alten Telefonnummer. Stimmte die noch? Ein Blick in die damalige Telefon-CD bestätigte es: Die Nummer gab es immer noch und so habe ich den Kontakt hergestellt.
In den Folgejahren habe ich Hanna mehrmals aufgesucht – immer dann wenn ich mal in ihrer Nähe war oder auf der Autobahn an Bielefeld vorbeifuhr, schaute ich bei Ihr rein – leider hat sie sich dann im Juli 2006 allzu früh und endgültig verabschieden müssen.

Zur Arbeit von Hanna Mölleken



gibt es folgendes zu berichten – wenn ich falsch liege, bitte ich um Berichtigung:

Sie begann Ende der 1960er Jahre mit den Nachforschungen nach den Vorfahren ihres Mannes Franz Heinrich (Heinz) Mölleken.
Die direkte Verwandtschaft, Eltern, Großeltern war schnell abgehakt, vorhandene Niederschriften in Familienbibeln, Stammbäumen etc. ebenso.
In den Folgejahren führte Hanna unzählige Telefongespräche, schrieb ebenso viele Briefe und suchte auch Standesämter auf. Sie wühlte sich durch Kirchenbücher und lies sich in ihrem Tun durch nichts beirren, gab nie auf.
Das reine Ergebnis dieser Arbeit tippte sie erst in ihre Schreibmaschine und heftete die Seiten in 5 dicken Leitzordnern ab. Weitere Ordner füllte sie mit dem Schriftverkehr und ihren Notizen.
Später machte sie das Gleiche noch einmal und fütterte damit ihren Computer – ich konnte und durfte die Ergebnisse übernehmen, verwalten, ergänzen, Fehler ausmerzen usw. Heute befinden sich die Ordner von Hanna leihweise bei mir (Danke dafür, lieber Heinz):
Ich sehe meine Aufgabe darin, die einzelnen Briefe und die Notizen auszuwerten und als Quellenangaben festzuhalten.
Daneben konnte ich aber auch einige Personen hinzufügen – richtig große „Brocken“ kamen dann im Sommer 2009 mit der kanadischen Verwandtschaft und im Frühjahr 2013 mit der englischen Verwandtschaft dazu. Mehr dazu an anderer Stelle auf dieser Homepage.

Wie kam es dazu?

Hanna hatte schon Ende der 1970er Jahre Kontakt zu der brasilianischen Verwandtschaft hergestellt, weiter hat sie auch mit Wolfgang Moelleken aus den USA korrespondiert, der in den 1950er Jahren auswanderte.

Bereits 1927 wanderte die Familie von Ernst Lehnhoff (mit seiner Ehefrau Elisabeth Mathilde Mölleken) nach Kalifornien aus – auch hier hatte Hanna den Kontakt hergestellt (heute besteht er leider nicht mehr).
Nachdem meine Tochter Sina 2004 nach ihrem Abitur als Au-Pair nach London ging (sie absolvierte dort anschließend ihr Studium und lebt / arbeitet noch heute in London), fragte mich Hanna immer wieder einmal, ob Sina nichts für sie tun könne:

Hanna wusste, dass ein Heinrich Mölleken im 19. Jahrhundert nach England ausgewandert war.

Nun, ich selbst habe zunächst hier in Deutschland versucht über „MeinVZ“ Kontakt zu anderen Familienmitgliedern zu knüpfen / herzustellen und wenig später auch über „facebook“. Bei „facebook“ wurde dann aber zuerst Sina im Jahr 2009 aus Kanada angesprochen und gefragt „ob sie denn weiß, woher der Name Mölleken kommt“ und Craig Mollekin aus England fand 2009 auf dem gleichen Weg zurück zu seinen Wurzeln aus Deutschland.

Beide Familienzweige konnte ich in Hanna’s Stammbaum integrieren.

Zur Zeit (März 2014) umfasst dieser Stammbaum 784 Seiten, die sich wiederum in 5 einzelne WORD-Dateien aufteilen. Darin sind jedoch die kanadischen und die englischen Verwandten noch nicht enthalten; die brasilianischen nur in den Anfängen.
Die genaue Anzahl der erfassten Personen ist nicht bekannt – sie dürfte sich aber in einer Größenordnung von etwa 3000 Personen bewegen, d.h. all inclusive: Die Vorfahren bis zu den heute lebenden Angehörigen der Möllekens und soweit sie mir natürlich bekannt sind bzw. bekannt sein wollen.

Soviel an dieser Stelle zu meiner Arbeit / meinem Hobby.

Wer mehr erfahren will, der möge sich weiter auf der Homepage umschauen.